Interview mit Bernhard Schabauer (Bezirksblätter Zwettl)

Im Rahmen einer Sprechstunde bei den Bezirksblättern besuchte Mag. Herbert Kolinsky seinen ehemaligen Schüler Bernhard Schabauer, der dort mittlerweile für die Region Zwettl verantwortlich zeichnet.

Hier das Interview zum Nachlesen:

Bernhard, wenn du dich an deine Schulzeit bei uns erinnerst, was war dein schönstes Erlebnis in der HAK Zwettl?

Ich denke generell gerne an die HAK-Zeit zurück, ich bin gerne in die Schule gegangen und auch wenn nicht immer alles leicht von der Hand gegangen ist, vor allem die Matura hat mir viele Türen geöffnet und auch die Prüfung selbst war für mich ein schönes Erlebnis. Besonders geschätzt habe ich den ehrlichen und offenen Umgang miteinander, das Schüler-Lehrer-Verhältnis, das immer auf Augenhöhe war.

Was war das Wichtigste, das du bei uns gelernt hast?

Natürlich auch der Umgang mit Tiefschlägen, aber ganz besonders auch die Teamfähigkeit - sich miteinander einer Aufgabe widmen - in vielen Gruppenarbeiten, beim Matura-Projekt, in der Übungsfirma konnte und musste man lernen, sich abzustimmen, wer macht was, wer organisiert usw. Selbstverständlich waren auch die Inhalte wichtig, aber da lernt man im Berufsleben sowieso täglich dazu.

Was würdest du am Schulwesen in Österreich ändern, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?

Ich würde vieles offener gestalten, wahrscheinlich die Schule auch den ganzen Tag lang öffnen - auch wenn mich viele Schüler dafür wahrscheinlich hassen :) - mehr Selbstinitiative von den Schülern fordern, Module zur freien Auswahl und eben Selbstverantwortung in den Vordergrund stellen. Zudem sollten Schüler auch die Chance haben, miteinander zu lernen. Über diese Ideen sollte man auf jeden Fall ernsthaft nachdenken.

Mein Traumberuf als Kind war .. Lokführer! :)

Wenn ich nochmals neu anfangen könnte, dann würde ich versuchen, ... zu werden.

Im Moment fühle ich mich hier so wohl und bin ich mit meinem Beruf hier so zufrieden, dass ich das eigentlich wieder machen würde.

Wie siehst du das Thema Medien und wie denkst du, dass sich Zeitungen und Zeitschriften in Zukunft entwickeln werden bzw. glaubst du, dass der Trend nur mehr in Richtung e-media geht?

Ich glaube fast, dass die sozialen Medien so einen unglaublichen Aufstieg hatten, dass es den Leuten schon langsam wieder zu viel wird und sich viele langsam aber sicher wieder davon abwenden. Viele lassen sich noch informieren aber das Interesse an den sozialen Medien nimmt ab, wenngleich die Jugend hauptsächlich online lesen wird. Bis 30 oder 40 ist die Zeitung vielleicht für viele uninteressant, aber die Zeitung wird im Alter an Wert gewinnen - denn Zeitungsleser wird es immer geben, davon bin ich überzeugt.

Was wünscht du dir für Zwettl? Ein Wort:

Mehr Mut!

Was wünscht du dir für Österreich?

Ich gehe davon aus, dass Österreich in Zukunft wieder in eine richtigere Richtung gelenkt wird - es wird hoffentlich wieder unaufgeregter. Erwähnen möchte ich auch, dass wir uns bewusst werden sollten, in welch tollem Land wir leben dürfen. Natürlich gibt es überall etwas zu verbessern - dennoch, wenn wir unseren Blick mehr auf ärmere Länder legen würden, dann wäre das wahrscheinlich zielführend. Geld wird bei uns manchmal für fragwürdige Dinge verschwendet - woanders wäre es wahrscheinlich oft besser aufgehoben.

Die Medienbranche ..

ist schwierig.

Was wünscht du dir privat?

Gesundheit - für mich und natürlich für meine Familie!

Lieber Bernhard, danke für das Interview! Danke, dass du dir Zeit genommen hast, mit deinem ehem. Lehrer zu plaudern, alles Gute weiterhin auf deinem Lebensweg!


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